Talentfreies Kochen

Irgendein Gen, ein Abschnitt auf der DNA, mit der Grundinformation für die Entwicklung von Eigenschaften – in diesem Falle KOCHEN – fehlt bei Beeki ganz und gar.

Schon beim Versuch, gesundes auf den Tisch zu bringen, zittern ihm förmlich die Hände. Es liegt nicht an der vorausschauenden Angst des Möhrenschneidens und des damit verbundenen Blutverlustes – es ist die Kritik am fertigen Mittagessen, die sich Beeki tagtäglich anhören muss: „Papa, das ist irgendwie, sagen wir mal mehlig?!“ – „Das letzte Mal war der Kartoffelbrei ganz anders!“ – „Uähhh – gibts auch nur Nachtisch?“

Ich halte das jetzt wie meine Mutter, deren Spruch ich unsagbar tief gehasst habe: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt…“ – aber auch der wird nur lächelnd von den Verzehrern entgegengenommen.

„Papa, du hast mal erzählt, dass du mit 9 Jahren noch vom Warmhalteteller essen musstes!“ – Meiner Mutter fehlte wohl auch das eine Gen.