Was weg ist, ist weg

Etwa im November 2020 soll der Combi-Vollsortimenter seine Eröffnung in Scheeßel feiern. Drei Gebäude mussten weichen, so auch das Wohnhaus mit dem ehemaligen Sitz der Pizzeria Pinocchio. Das Gesamtbild wird sich also gewaltig ändern, die Erinnerungen aber bleiben wohl noch lange. Wie oft hat man dort gemütliche Abende feiern können, wird ehemalige Geburtstage und andere Anlässe bei Carlo positiv in Erinnerung behalten.

Die ehemalige Hasenschule

Leider existiert sie nicht mehr: die sogenannte Hasenschule. Sie stand, wenn man den kleinen Waldweg vom Schützenplatz/Tennisplatz in Richtung Campingplatz ging, direkt am Wegesrand. Leider wurde sie nicht nur „Opfer“ des natürlichen Verfalls, sondern auch so manch‘ böse Buben tobten sich an den Bänken aus. Das Foto entstand im April 2003.

Schuh an den Baum – Schnaps in die Erde

Am Schützenhof (Tennisanlage) hängt seit etlichen Jahren ein Schuh am Baum. Doch was hat es mit dem angenagelten Schuh auf sich?

Aufnahme vom Mai 2013

Früher war es vornehmlich in Norddeutschland Brauch, den oder die Schuhe der Braut am Polterabend an einen Baum zu nageln. Der Bräutigam musste mit einer Flasche Schnaps die Überreste seiner verbrannten Hose vergraben. So würden die beiden am Weglaufen vor der Hochzeit gehindert werden. Der Hochprozentige samt Asche der Hose wurden dann nach einem Jahr von Bräutigam mit seinen Freunden wieder ausgebuddelt. Prost!

Weg mit den alten Eichen?

43 Eichen sollen am Baugebiet Fuhrenkamp in diesem Jahre weichen. Beeki stellte sich die Frage, wie alt die Bäume wohl sind. Kurzum wurden zwei im Umfang unterschiedliche Eichen ausgemessen. Ergebnis: eine Eiche ist ca. 130 Jahre, die andere etwa 185 Jahre alt. Schaut man mal in manche Chronik stößt man auf Bismarck, Erfindung der Glühbirne etc. – Jetzt sagt der Eine: alte Bäume, also weg. Der Andere schüttelt den Kopf und kann es nicht fassen, dass diese Bäume abgesägt werden. Beeki ist also „ein Anderer“.
Erst entstand das Baugebiet und dann die Verwunderung: „Huch da fahren ja jetzt viel mehr Autos und Kinder sind auch noch da! Jetzt müssen wir aber anfangen, uns Gedanken zu machen, wie wir das mit dem sicheren Verkehr hinbekommen!“

Es hat sich ein Verein gebildet, der sich gegen die Baumfällungen an der L 130 einsetzt: Scheeßel für den Planeten [klick]