Auf einmal ist alles anders

Dann will ich mal wieder zum Dok. Die Rückenschmerzen lassen einfach nicht nach. Ultraschall, CT – Und siehe da, der Verursacher wird gefunden.

Jetzt heißt es, es muss noch weitergeschaut werden. Und das bei dem schönen Wetter und bei einem Diako, welches Besuchsverbot ausgesprochen hat. Zum Glück gibt es ja WhatsApp und weitere Tools, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Und um sich die Zeit zu vertreiben, schreibe ich dann auch weiter am Blog. Bis zur nächsten Neuigkeit.

Und die Schule ist jetzt draußen

Die erste Klasse der Waldorfschule Kakenstorf hat nun auch eine Zwangspause und der Klassenlehrer schickt fleißig Aufgaben für die jungen Schüler. Und wo kann man solche Hausaufgaben am besten erledigen: draußen, bei schönstem Sonnenschein.

Wie geht man damit um?

Das Wort Corona kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Ich bin durch mein Alter „gefährdet“, aber die Gedanken drehen sich nicht darum, sondern natürlich um das direkte Umfeld der Familie. Dazu gehört auch die Mutter in Nordrhein-Westfalen mit ihren genau 90 Jahren.

„Wenn die sich einen fängt!“, so auf westfälisch ausgedrückt, „ist es vorbei“. Und man ist nicht da. Auch jetzt wäre man gern dort zu Besuch, könnte unterstützend tätig sein und was gegen die Einamkeit der Mutter tun. Diese Einsamkeit kann aber auch ihr Gutes haben: an dem gesamten Corona-Chaos vorbei kommen und noch 100 werden.

Macro-Fotografie

Die Macrofotografie ist schon immer eine Leidenschaft von mir gewesen. Mit einem Linsenaufsatz an der Handykamera kann man schon recht nette Aufnahmen machen. Beekis Tochter fand heute einen leider verstorbenen Zitronenfalter. Zumindest für die Nachwelt konnte er noch festgehalten werden.

Talentfreies Kochen

Irgendein Gen, ein Abschnitt auf der DNA, mit der Grundinformation für die Entwicklung von Eigenschaften – in diesem Falle KOCHEN – fehlt bei Beeki ganz und gar.

Schon beim Versuch, gesundes auf den Tisch zu bringen, zittern ihm förmlich die Hände. Es liegt nicht an der vorausschauenden Angst des Möhrenschneidens und des damit verbundenen Blutverlustes – es ist die Kritik am fertigen Mittagessen, die sich Beeki tagtäglich anhören muss: „Papa, das ist irgendwie, sagen wir mal mehlig?!“ – „Das letzte Mal war der Kartoffelbrei ganz anders!“ – „Uähhh – gibts auch nur Nachtisch?“

Ich halte das jetzt wie meine Mutter, deren Spruch ich unsagbar tief gehasst habe: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt…“ – aber auch der wird nur lächelnd von den Verzehrern entgegengenommen.

„Papa, du hast mal erzählt, dass du mit 9 Jahren noch vom Warmhalteteller essen musstes!“ – Meiner Mutter fehlte wohl auch das eine Gen.